Der Betreuungsverein Lebenshilfe
Brandenburg e.V. von 1992 bis heute

1992
Der Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. wurde im Juni 1992 gegründet. Mit der Arbeit für ehrenamtliche Betreuer (Querschnittsarbeit) wurde am 1. Oktober 1992 im damaligen Kreis Nauen begonnen.

1993
Aufnahme der Querschnitts- und Betreuungsarbeit im Auftrag des Landesamt für Soziales und Versorgung in den Landkreisen Cottbus, Zehdenick, Spremberg, Beeskow, Eberswalde, Finsterwalde, Königs Wusterhausen, Forst, Seelow, Lübben und Oberhavel.

1994
Eröffnung weiterer Betreuungsstellen des Betreuungsvereins in Wittenberge, Schwedt/Oder und Templin.

1995
Einführung des »Grünen Ordners« als Vorstufe des Qualitätsmanagements | Übernahme und Durchführung der Fort- und Weiterbildung für rechtliche Betreuer im Auftrag des Landesamtes für Soziales und Versorgung | Büro­eröffnung Angermünde, Bad ­Freienwalde, Werder (Havel)

1996
Betreuer beteiligen sich aktiv an der Er­ar­beitung des Qualitätsmanagements im Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. | Eröffnung einer weiteren Betreuungsstelle in der Stadt Brandenburg an der Havel | Die erste Ausgabe unserer Zeitung BETReV erscheint. Es folgen jährlich zwei Ausgaben mit einer Auflage von 2.500 Exemplaren.

1997
Die finanzielle Situation des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. war im Jahr 1997 auf Grund der langen Bearbeitungszeiten der Vergütungsanträge bei den Amtsgerichten angespannt. (Außenstände von über 800.000 DM).

1998
Die Kinderweihnachtsfeier des Betreuungsvereins im Gäste­haus Dahmshöhe des Landesverbandes Lebenshilfe für Menschen mit ­geistiger Behin­derung wird erstmalig durch­ge­führt.

1999
Die Querschnittsarbeit des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. verzeichnet zunehmende Erfolge. Deutlich wird dies an der ansteigenden Frequentierung der Beratungszeiten und der angebotenen Fortbildungsveranstaltungen. | Der Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. begleitet ca. 2.000 ehrenamtliche Betreuer.

2000
Erneuerung der Satzung des Betreuungs­vereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. | Die Geschäftsstelle zieht vom Grünen Bogen 75 in Neuenhagen in die Mahlsdorfer Straße 61 in Hönow.

2001
Qualifizierung der Mitarbeiter des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. für einen Abschluss nach dem Berufsvormündervergütungsgesetz in Cottbus und Berlin. Damit können die Mitarbeiter durch ein gut fundiertes Fachwissen ehrenamtlichen Betreuern und den zu betreuenden Menschen zur Seite stehen.

2002
10 Jahre Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. | Ehrenamtliche Betreuerinnen, Betreuer und Betroffene feiern mit 88 Mitarbeitern aus 18 anerkannten Betreuungsstellen das 10-jährige Jubiläum des Betreuungsvereins.

2003
Einstellung der Förderung der Querschnittsarbeit durch das Land Brandenburg (Im April 2003 beschloss der Landtag rückwirkend zum 1.1.2003 die Streichung der Fördermittel.) | Der Betreuungsverein sieht es weiterhin als eine seiner wichtigsten Aufgaben an, ehrenamtliche BetreuerInnen weiter zu gewinnen, zu begleiten und zu schulen. | Fachtagung & Mitarbeiterversammlung des Betreuungsvereins am 14. und 15.11.2003: Miteinander arbeiten im Betreuungsverein ­Lebenshilfe Brandenburg e. V.«

2004
Wahl des neuen Vorstandes | Fachtagung des Betreuungsvereins am 22. und 23.10.2004: »Ehrfurcht vor dem Leben – Ehrfurcht vor dem Sterben«, ­Grundsätze zur ärztlichen Sterbebegleitung, Gastreferent: Dirk Stojan – Präsident des Amtsgerichtes Lübeck

2005
Das Betreuungsrechtsänderungsgesetz tritt am 1.7.2005 in Kraft. Es ist ein sogenanntes Artikelgesetz und spiegelt sich in verschiedenen Gesetzen wieder. Besonders einschneidend ist die Pauschalierung der Betreuungsarbeit. Der Gesetzgeber legt ein zeitliches Limit für die rechtliche Betreuung von behinderten Menschen fest.

Der Landkreis Elbe-Elster streicht als erster Landkreis die Fördermittel für Querschnittsarbeit des Betreuungsvereins. Kurz danach folgen die Landkreise Barnim ebenfalls 2005 und Prignitz 2009. Hier gibt es nun überhaupt keine Unterstützung mehr für die Begleitung der ehrenamtlichen BetreuerInnen.

Fachtagung des Betreuungsvereins am 21. und 22.10.2005:
»Gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben«,
Gast­referentin: Prof. Dr. Monika Seifert

Im Oktober werden 19 Dienstwagen für die Betreuungs- und Querschnittsarbeit angeschafft.

2006
Die bereits im Jahr 2005 in Kraft getretenen neuen Gesetze (Hartz IV – SGB II und SGB XII) wurden zur Herausforderung für ehrenamtliche BetreuerInnen und den Betreuungsverein. Diese Gesetze haben weitgehende Veränderungen für Arbeitslose, behinderte und alte Menschen zur Folge.

Fachtagung des Betreuungsvereins am 28. bis 30.9.2006:
»Entwicklung der ehrenamtlichen Betreuungsarbeit im Land ­Brandenburg«

Erstes Fahrsicherheitstraining wird für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betreuungsvereins organisiert und durchgeführt.

2007
15 Jahre Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. | Fachtagung des Betreuungsvereins: »15 Jahre Betreuungsrecht – stimmt der Kurs noch?«, Gastreferent: Prof. Dr. Tobias Fröschle | Ab 1.12.2007 wird das Qualitätshandbuch verbindliche Arbeitsgrundlage für jeden Mit­ar­beiter.

2008
Der neue »alte« Vorstand wird gewählt. | Der Geschäftsführer des Betreuungsvereins Lebenshilfe e. V. Wolfgang Pohl bekommt am 6. Oktober 2008 aus den Händen des Bun­des­präsidenten Horst Köhler das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

2009
Vom 9. bis 15. August wird das erste Kinder­ferienlager des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. in der Bildungs- und Begegnungsstätte Haus Dahmshöhe durchgeführt.

Multiplikatorenschulung ReduFix – Praxis für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betreuungsvereins mit dem Ziel, möglichst viele Beteiligte für die Problematik freiheitsentziehender Maßnahmen für Menschen in Einrichtungen zu sensibilisieren und nach weniger einschneidenden Alternativen zu suchen.

Fachtagung des Betreuungsvereins 9. und 10. Oktober 2009:
»Psychisch kranke junge Menschen – Wo geht die Reise hin?«,
Gast­referenten: Dr. Phil. Susan Schmidt, Dr. med. Jürgen Hein, Susanne Stojan-Rayer, Fred Zipperling – Betreuungsrichter, Daniel Siebold – MUGV Brandenburg

Erstes Treffen der Ruheständler des Betreuungsvereins.

Der Betreuungsverein lädt im April 2009 Mitglieder und behinderte Angehörige zu ­einer Tagung ins Haus Dahmshöhe ein.

2010
Fachtagung des Betreuungsvereins am 1. bis 2. Oktober 2010:
»Umsetzung der UN-Konven­tion für die ­Rechte behinderter Menschen im Land B­randenburg«, Gastreferent: Jürgen ­Dusel (Landesbehindertenbeauftragter), Ulrich ­Hellmann (Bundesvereinigung Lebenshilfe), Susanne Stojan-Rayer
»Begleitende Elternschaft – Probleme in jungen Familien – Psychisch kranke und geistig behinderte Eltern«, Gastreferenten: Hans-Christian Prestien (Verband »Anwalt des Kindes«), Matthias Luckner (Landesjugendamt Brandenburg)

Fachtagung am 19.11.2010 in Angermünde:
»Wie gleich ist Gleichberechtigung?«,
Gast­referenten: Jürgen Dusel (Landesbehindertenbeauftragter), Matthias Herrmann (Vereins­betreuer)

2011
Herr Rogge scheidet aus dem Vorstand aus. Astrid Wagner wird als neues Vorstandsmitglied kooptiert.

Fachtagung des Betreuungsvereins am 21. bis 22.10.2011:
»Menschenwürde und Pflege – ­Realität oder Vision?«,
Gastreferenten: Claus Fussek (Buchautor und Pflegekritiker), Dr. Dörte Naumann (Deutsches Zentrum für Alters­fragen), Erna Schwarz (ehrenamtliche ­Betreuerin)   

Thesen zur menschenwürdigen Grundversorgung nach Claus Fussek sind Parameter für die Betreuerinnen und Betreuer im Betreuungsverein.

Der Rahmenkooperationsvertrag zur Fortentwicklung der Arbeit der Gemeinsamen ­Servicestellen für Rehabilitation in Berlin und Brandenburg wird unterzeichnet.

2012
Festveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Betreuungsvereins Lebenshilfe Brandenburg e. V. | Der Betreuungsverein Lebenshilfe Brandenburg e. V. hat eine eigene Homepage www.lebenshilfe-betreuungsverein.de.

2013
Das Jahr 2013 steht und dem Motto 20plus.
Die Betreuungsstellen Cottbus, Königs Wusterhausen, Finsterwalde, Spremberg, Beeskow, Eberswalde, Oberhavel, Forst, Lübben und Seelow feierten ihr 20-jähriges Jubiläum.

2014
Eröffnung einer neuen Betreuungsstelle in Frankfurt/Oder.

Fachtagung im Haus Dahmshöhe vom 04.09. - 05.09.2014
Thema: Vorsorgende Verfügung
Gastreferenten: Frau Dr. Dipl. Psych. Daniela Tausch, Frau RA Dr. jur. Judith Schäfer, Herr Donald Ilte (überörtliche Betreuungsbehörde, LASV Cottbus)

20-jähriges Jubiläum der Betreuungsstelle Schwedt und der Betreuungsstelle Templin

2015
Fachtagung im Haus Dahmshöhe vom 03.09. - 04.09.2015
Thema: Patientenrechtegesetz
Gastreferenten: Frau Andrea Fabris (unabhängige Patientenberatung Potsdam), Frau RA Susanne Stojan-Rayer

20-jährige Jubiläen der Betreuungsstellen Bad Freienwalde, Potsdam-Mittelmark und der Betreuungsstelle Angermünde

2016
16.06.2016 - Anerkennung der Betreuungsstelle Frankfurt (Oder)
01.09.2016 - Anerkennung der Betreuungsstelle Neuruppin

Eröffnung einer neuen Betreuungsstelle in Senftenberg

Fachtagung im Haus Dahmshöhe vom 09.09. - 10.09.2016
Themen:
- "Das Bundesteilhabegesetz", Referentin: Frau RA Susanne Stojan-Rayer
- "Ethische Grundsätze bei der rechtlichen Betreuung", Referent: Herr Dr. Dickerhoff
   (pädagogischer Direktor der katholischen Akademie Stapelfeld
- "Das Spannungsfeld zwischen den Aufgaben des Betreuers und der dafür zur Verfügung
   stehenden Zeit nach VBVG, Referent: Herr Meyer-Tonndorf (Richter a.D.)

Vorstandswahl: Herr Treucker scheidet aus dem Vorstand aus. Frau Cornelia Dirksen wird als neues Vorstandsmitglied gewählt.

Erstes Betreuertraining für ehrenamtlichen BetreuerInnen vom 25.11. - 27.11.2016

20-jähriges Jubiläum der Betreuungsstelle Rathenow und der Betreuungsstelle Brandenburg